Appetitlosigkeit und Übelkeit

 

Der Magen-Darm-Trakt funktioniert über einen komplexen Wechsel von Bewegungsabläufen und der Ausschüttung von Verdauungssäften. Kommt in diesem komplizierten System etwas durcheinander, können Symptome wie Appetitlosigkeit und übelkeit die Folge sein.
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  • Die Rolle der Verdauungssäfte
    Damit die aufgenommene Nahrung vom Körper verwertet werden kann, muss sie in Moleküle aufgespaltet werden, die für die Absorption durch die Darmschleimhaut geeignet sind. Dies geschieht im Verdauungsprozess mit Hilfe der verschiedenen Verdauungssäfte. Am Anfang dieses chemischen Aufspaltungsprozesses steht der Speichel. Damit wird die Nahrung im Mund getränkt, was die Zerkleinerung unterstützt. Neben dieser mechanischen Aufgabe werden durch den Speichel aber auch bereits erste Aufspaltungsprozesse in Gang gesetzt. Die nächste Station ist die Speiseröhre, durch Kontraktionen befördert diese den Nahrungsbrei in den Magen. Dort setzt sich die mechanische Zerkleinerung fort und die chemische Zersetzung mit Hilfe der Magensäure verwandelt die Nahrung in einen flüssigen Brei. Aus diesem 'Chymus' genannten Brei kann der Dünndarm bereits erste Moleküle aufnehmen, zur vollständigen Absorption aller enthaltenen Nährstoffe reicht der bisherige Zersetzungsprozess jedoch noch nicht aus. Im Zwölffingerdarm werden deshalb mit dem frei gesetzten Pankreassaft die chemischen Aufspaltungsprozesse fortgesetzt. Im Dünndarm gehen diese Vorgänge mit dem Darmsaft weiter, bis die Darmwand die Nährstoffe absorbiert und ins Blut überführt.

  • Die Beschwerden
    Magen-Darm-Beschwerden wie Appetitlosigkeit und Übelkeit treten auf, wenn die beschriebenen Verdauungsprozesse gestört sind. Solche Störungen haben ihren Ursprung häufig in der mangelnden Ausschüttung an Verdauungssäften oder im Transportsystem durch Defizite in der Peristaltik. Verdauungsbeschwerden können entweder stressbedingt sein, durch Schwäche und hohes Alter hervor gerufen werden, oder auch als Begleiterscheinung der verschiedensten Krankheiten auftreten. Bei länger anhaltender Appetitlosigkeit und übelkeit empfiehlt sich deshalb ein Besuch beim Arzt, der die Ursachen der Probleme abklären und eine schwere Erkrankung ausschließen kann. Bei diesen Symptomen kann es sich aber auch um Nebenwirkungen bestimmter Medikamente handeln, die eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt erfordern. Treten Appetitlosigkeit und Übelkeit aufgrund einer verminderten Ausschüttung von Verdauungssäften auf, werden die Beschwerden mangels chemisch-synthetischer Arzneien mit pflanzlichen Bitterstoffen therapiert.

  • Pflanzliche Bitterstoffe
    Die bitteren Anteile mancher Pflanzen regen die Produktion von Verdauungssäften an und fördern somit den Appetit. Außerdem kann die aufgenommene Nahrung dadurch besser vom Körper verarbeitet werden. Der Oberbegriff für die bitterstoffhaltigen Pflanzen ist Amara, diese werden in drei Untergruppen aufgeteilt. Zu den reinen Bitterstoffmitteln gehören beispielsweise das Tausendgüldenkraut, die Chinarinde, die Enzianwurzel, der Löwenzahn und die Wegwarte. Ein Bittermittel mit Gerbstoffen ist etwa die Kondurangorinde. Der Wermut, die Kalmuswurzel, die Angelikawurzel, das Benediktinerkraut und die Schafgarbe werden zu den Bittermitteln gezählt, welche ätherische öle enthalten.

  • Die Therapie
    Pflanzliche Bitterstoffe können in unterschiedlichen Darreichungsformen und Kombinationen zugeführt werden. Kalte Zubereitungen haben einen ausgeprägteren Bittergeschmack und wirken deshalb intensiver. In jedem Fall sollten bitterstoffhaltige Arzneien ungefähr eine halbe Stunde vor dem Essen eingenommen werden. Den besten Effekt haben diese Stoffe, wenn sie ein bis zwei Minuten im Mund behalten werden, so kann der bittere Geschmack seine Wirkung auf die Geschmacksknospen optimal entfalten. Bewährt haben sich beispielsweise die Angelikawurzel bei Magenschwäche, das Benediktinerkraut bei psychischen Problemen, das Tausendgüldenkraut bei altersabhängigen Beschwerden und die Kalmuswurzel bei Appetitlosigkeit und Übelkeit im Kindesalter.


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