Was ist Bärlauch für eine Pflanze? Heil- und Gewürzmittel sowie einige Rezepte

 

Der Bärlauch ist ein sehr aromatisches Kraut mit feinem Knoblauchgeschmack, das wild in Wald und Feld wächst. Man findet die wohlschmeckende Pflanze von März bis Mai an eher feuchten, schattigen Standorten. Beim Sammeln in der freien Natur ist jedoch Vorsicht geboten, denn der Bärlauch kann relativ leicht mit anderen Kräutern verwechselt werden, die hochgiftig sind. Die Maiglöckchen, die Herbstzeitlosen oder auch der junge Aronstab haben ganz ähnlich geformte Blätter. Zwar erkennt man den Bärlauch relativ leicht an seinem intensiven Knoblauchgeruch, der entsteht, wenn man ein Blatt zwischen den Fingern zerreibt. Mit der Zeit nehmen die Finger den Geruch aber an und dieser Test verliert seine Zuverlässigkeit. Wer sich also nicht hundertprozentig sicher ist, sollte den Bärlauch lieber auf dem Markt einkaufen, wo er im Frühjahr an vielen Ständen angeboten wird. Heutzutage werden aber an vielen Orten auch kompetent geführte Kräuterwanderungen angeboten, dort kann jeder vom Fachmann lernen, die Bärlauchpflanze sicher zu identifizieren und von ihren giftigen Vettern zu unterscheiden. Gemeinsam mit Gleichgesinnten kann so eine lehrreiche Exkursion in die Natur viel Spaß machen.

Bärlauch:
Bärlauch
einfrieren
Bärlauchsuppe Nudeln mit
Bärlauch
Pesto mit
Bärlauch


Eine Pflanze mit Potential


Der Bärlauch heißt mit lateinischem Namen Allium ursinum und entstammt der Familie der Lauchgewächse. Verwandte Pflanzen sind der Schnittlauch, die Zwiebel und der Knoblauch. Sammelt man den Bärlauch selbst, verwendet man nur frische junge Blätter, die vor der Blüte gepflückt werden. Von jeder einzelnen Pflanze sollte aber jeweils nur ein Blatt entnommen werden, eine Bärlauchzwiebel darf man niemals ausgraben. Würde zu offensiv geerntet, wären die Bestände der wertvollen Pflanze schnell minimiert. Der Name Bärlauch kommt von dem alten Aberglauben, dass Bären ausgewählten Gewächsen ihre Kräfte verleihen sollen, die beim Verzehr dann auch auf den Menschen übergehen. Das große Potential der schmackhaften Heil- und Gewürzpflanze Bärlauch hat wohl zu dieser mystischen Annahme geführt. Als Heilmittel ist der Bärlauch in den letzten Jahren erst in Mode gekommen. Er regt die Verdauung an und wirkt entzündungshemmend. Ferner wird die Pflanze bei Arteriosklerose eingesetzt, sie senkt den Blutdruck, kräftigt das Herz und stärkt die Immunabwehr. Darüber hinaus kann man den Bärlauch als wirksames Entgiftungsmittel verwenden. Aus Bärlauchblättern werden vielerlei Leckereien hergestellt, die kalt oder warm genossen äußerst aromatisch schmecken.

Der Bärlauch als wohlschmeckende Gewürzpflanze


In der Küche bietet der Bärlauch viele Einsatzmöglichkeiten. Roh kann er Brotaufstrichen, Salaten oder Pesto den kulinarischen Kick verleihen. Ein Bärlauchaufstrich für leckere Brote ist eine wohlschmeckende Abwechslung, beispielsweise für das Pausenbrot in der Schule. Salaten verleiht der Bärlauch als ganzes Blatt oder als Gewürz eine besondere Geschmacksnote. Ein leckeres Pesto mit Pinienkernen zubereitet kann in einem Schraubdeckelglas einige Wochen aufbewahrt werden. Aber auch Bärlauchbutter ist ein besonderes Schmankerl des Frühlings. Gekocht wird der intensive Knoblauchgeschmack etwas abgemildert und aromatisiert Gemüse, Suppen oder Soßen. In einer Suppe harmoniert die Pflanze sehr gut mit Kartoffeln. Außerdem können Stücke von Bärlauchpfannkuchen die Frühlingssuppe als Flädle (Einlage) geschmacklich noch bereichern. Die Pfannkuchen kann man aber selbstverständlich auch so geniessen, beispielsweise mit Frischkäse bestrichen. Bärlauch eignet sich hervorragend für Risotto, viel mehr Zutaten braucht es dafür gar nicht. Bärlauch wird ausschließlich frisch verwendet, getrocknete Blätter verlieren ihren Geschmack.


 

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